Mariensäule

Mariensäule

Im Mittelpunkt des Marienplatzes, als Nullpunkt der ausgehenden Straßen und des Landes Bayern, steht die Mariensäule. Nachdem München im Dreißigjährigen Krieg während der Besetzung durch Truppen des schwedischen Königs Gustav II Adolf nicht zerstört wurde, gab Kurfürst Maximilian I. die marmorne Statue 1638 bei einem unbekannten Künstler in Auftrag.

MariensäuleDie Säule wird von einer aus Bronze gegossenen und vergoldeten Marienstatue mit dem Kinde Jesus auf dem Arm gekrönt. Mit der Darstellung Marias als Schutzpatronin des Landes Bayern wollte der Kurfürst für die Erhaltung der Heimat, der Städte, des Heeres, seiner selbst, seines Hauses und seiner Hoffnungen in diesem sogenannten Wunder von München seinen Dank kundtun, worauf auch die lateinische Inschrift auf der Säule hinweist.

Ein Jahr nach der Errichtung der Statue wurden auf dem Sockel der Säule vier Puttenfiguren aus Bronze in verschiedenen Kampfpositionen mit einem Löwen, einem Basilisken, einem Drachen sowie einer Schlange hinzugefügt. Diese teils mystischen Tiere symbolisieren respektive den Krieg, die Pest, den Hunger und den Unglauben. Auf den Schildern der Putten wird der Kampf durch der Putten durch eine lateinische Inschrift kommentiert: Super aspidem et basiliscum ambulabis et leonem et draconem conculcabis– zu Deutsch: Über die Schlange und den Basilisken wirst du schreiten und den Löwen und den Drachen wirst du zertreten.

 

Fotos:

© Mariensäule von Alexas_Fotos | Pixabay
© „München – Mariensäule auf dem Marienplatz“ von User:Nino BarbieriEigenes Werk, [CC BY-SA 2.5] über Wikimedia Commons